Nari Naro, die Narren sind los

Die Weihnachtssachen sind noch nicht einmal alle weggeräumt und schon kann sind die Läden voll mit Karnevalszeugs. Ich musste erstmal auf den Kalender schauen, um festzustellen, dass Fasnet dieses Jahr schon Mitte Februar ist. Also relativ früh. Da bleibt nur noch ein Monat, um an ein Kostüm zu denken.

Mein Plan für Karneval, bzw. Fasnet, wie es hier unten genannt wird, besteht aus einem schwarzen Wollknäuel, einem Nadelspiel und vielleicht noch ein paar Perlen. Und natürlich der Anleitung für den Hexenhut und das dazu passende Makeup, wobei es vielleicht auch mal eine Idee wäre, sich als Extremstrickerin zu verkleiden, mit Wollknäueln und Stricknadeln und Maschenzählern überall.

Anderseits ist die Tätigkeit als Zuschauer bei der Allemanischen Fasnet auch immer etwas gefährlich. Mal wird man von Hexen entführt, oder der Hut findet sich plötzlich auf einem anderen Kopf wieder, manchmal gibt es eine Umarmung und ein Schnäpschen oder auch mal etwas schwarze Farbe ins Gesicht und natürlich auch das eine oder andere Konfettiseifbad. Lange Haare sind da extrem umpraktisch. Und man findet noch Jahre später Konfetti in den diversen Taschen und Falten der Jacke wieder.

Ich bin nicht der große Karnevalfan, aber ich schaue mir die Umzüge recht gerne an und hoffe darauf, dass das Wetter gut ist, sodass ich ein paar schöne Fotos machen kann, so wie vor ein paar Jahren. Ich liebe z.B. dieses Bild. Ein absoluter Zufallsschnappschuss und mir ist erst bei der Durchsicht der Fotos aufgefallen, wie toll das Foto geworden ist.

Konfettigestöber, Fasnet 2010

Hier am Kaiserstuhl und im Schwarzwald ist Fasnet was Besonderes. Vom schmutzigen Donnerstag bis hin zu Aschermittwoch können manche Firmen fast ganz schließen, da die meisten Mitarbeiter in der einen oder andere Version Fasnet zelebrieren oder sogar aktiv sind. Kollegen, die Fasnetmuffel sind und kein Problem damit haben in der 5. Jahreszeit die Stellung zu halten, sind in dieser Woche immer sehr beliebt. Mir sind sie regelmässig fast um den Hals gefallen und ich hatte dann für eine Woche das Büro für mich alleine. Wobei es manchmal auch echt schwierig war, den Kunden zu erklären, warum niemand erreichbar ist. Selbst manche deutsche Kunden aus Nicht-Karneval-Gegenden hatten wenig Verständnis.

Die Aktiven sind schon seit November mit den Vorbereitungen beschäftigt. Da viele der traditionellen Kostüme noch reine Handarbeit sind und die Masken handgeschnitzt, ist das wohl verständlich. Selbst die Kleinsten haben teilweise schon die entsprechenden Kostüme an.

In den Sinne: Nari! Naro!