Hold that pose: Covers und der Mangel an Realismus: Ein Experiment von Jim Hines

Wahrscheinlich hat sich jeder schon mal ein Buchcover angeschaut und sich gefragt, ob man (oder eher Frau) wirklich so stehen, sitzen oder sich bewegen kann.

Autor Jim Hines hat den Versuch gewagt und zum einen die Position auf dem Buchcover seiner Heldin nachgestellt und dann noch ein paar andere Covers – komplett mit entsprechender Bekleidung und Bewaffnung. Ich hätte mich vor lauter Lachen fast verschluckt und seine Bemerkungen zu den Posen machen alles noch besser. Wer im Büro surft, sollte die Links vielleicht nicht klicken.

November

Quelle: Rion Sabean

Auch die Links in den Kommentaren sind teilweise herrlich, besonders die, die zu anderen extremen Beispielen führen.

Z.B. Männer die in den stereotypischen Pin-Up-Positionen fotografiert wurden. Absurd oder sexy? Humor kann ja auch sexy sein, oder? ;-)Aber auch interessant zu sehen, wie anders die Posen gleich wirken, wenn es ein Mann und keine Frau ist.

Das November Men-Up hat doch was, oder?

Alle 12 Bilder sind im Flickr-Account des Fotografen Rion Sabean zu finden. Der entsprechende Kalender für 2012 ist leider schon ausverkauft.

Auf jeden Fall sollte man nicht essen oder trinken, während man sich die Bilder anschaut und es vielleicht auch nicht im Büro ansehen, es sei denn man will den Kollegen erklären, warum man vor lauter Lachen gerade vom Stuhl gefallen ist.

Ein netter/interessanter tumblr über weibliche Charaktere in unmöglichen oder lächerlichen Posen oder seltsamer Anatomie, weil Künstler sie unbedingt als sexy darstellen wollen/müssen.

Etwas ernster oder vielleicht auch entnervter ist der Link zum Eintrag eines Kampfsportlers und Schlangenmenschen über die total unrealistischen Positionen, in denn gerade in Comics die weiblichen Superhelden gezeichnet werden.

Es geht auch anders, wie der womenfighter-tumblr zeigt, wo es um realsitische Darstellungen von weiblichen Kämpfern in Rüstung geht. Sind ein paar wirklich schöne Bilder und Zeichnungen dabei. Und auch interessante Beispiele z.B. aus der BBC-Serie Merlin. Oder Prinzessin Fantaghirò. Erinnert sich noch jemand an Fantaghiro? Oder verrate ich gerade, wie ich alt ich bin? ;-)

Wie wichtig findet ihr die realistische Darstellung von Frauen auf Buchcovern oder in Comics? Egal ob es jetzt um das Aussehen an sich geht, Kleidung oder die Körperhaltung?

2 Gedanken zu “Hold that pose: Covers und der Mangel an Realismus: Ein Experiment von Jim Hines

  1. Nun ja, die Merlin-Frauen finde ich oberätzend (kenne die Serie nicht). Überall freie Haut (sehr realistisch) und bei eienr falschen Bewegung fallen die (falschen) Brüste raus, so tief ist das Dekolete.
    Ansonsten danke für die Links! (Wie immer!). Ich bekomme Dich per E-Mail, das ist praktisch, aber habe meist keine Zeit etwas drunter zu schreiben. Ich mag Deine Beiträge aber sehr.
    Den Männerposen bin ich schon auf Facebook begegnet und sie sorgen immer noch für ein Lachen. Mir ist die realistische Darstellung von Frauen sehr wichtig, wie ich auch stets sage. Im Genre Fantasy müssen wir noch tüchtig arbeiten. Aber auch an uns selbst, so kann ich Contemporarys nicht lesen, weil es mir dabei meist den Magen umdreht.
    Körperhaltung auf Covern ist ja oft nur Marketing, damit könnte ich leben. In der Geschichte selbst muss es dann aber stimmen!
    Fantaghiro hatte ich letztes Jahr erst wieder im Re-view ;-)

    • Hm, mich würde jetzt mal interessieren, welche Pressebilder von Merlin Du gesehen hast. Klar, die ganze Serie ist anachronistisch. Hin und wieder fliegen mal Tomaten oder es steht eine französische Lilie in Camelot herum, aber in Kampfszenen haben auch die Mädels Lederhosen und Kettenhemden an und die Kurven sind nicht einmal zu erahnen. Und sie haben auch Schauspielerinene, denen man ihr Alter ansieht (Merlins Mutter oder auch Königin Annis).

      Freut mich, dass Dir meine Einträge gefallen. Die nächste Linksammlung kommt morgen.

      Oh ja, an der Darstellung von Frauen müssen wir definitiv noch arbeiten. Contemporaries lese ich auch nicht. Und manchmal auch an den Männern. Manche Liebesromane haben männliche Helden, bei denen ich den Wunsche habe sie einzusperren und den Schlüssel wegzuwerfen.

      Ich finde Covers, gerade bei der Zielgruppe Frauen, sollten nicht auf Titten und Arsch ausgerichtete sein. Ist für mich manchmal sogar ein Grund, ein Buch liegen zu lassen.

      Hm, ich glaube Fantaghiro muss ich mir wirklich mal wieder ansehen. Ich hab’s damlas geliebt und es war eine der wenigen Fantasy-Serien, die sogar meine Mutter geschaut und gemocht hat.

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