Meme, das als Stöckchen von Bine kam

Von Sabine  kam ein Blogstöckchen in meine Richtung geflogen. Ich muss ja gestehn, bei Stöckchen denke ich irgendwie immer an Hunde. Oder an die Staffel bei den Bundesjugendspielen (grauenhafte Erinnerung). Irgendwie keine schöne Wortassoziation.

Winterdepression?

Leider ja, da bin ich ziemlich anfällig, nicht nur im Winter. Diesen Winter geht es bis jetzt, wahrscheinlich weil ich meine Ernährung umgestellt habe und viel mehr Obst und Gemüse esse. Es hilft sicherlich auch, dass sich diesen Winter die Sonne bis jetzt etwas öfters gezeigt hat als letzen Winter. Der Winter 2012/2013 hingegen war extrem schlimm.

Urlaub?

Was ist das? So eine neumodische Erfindung?

Traumurlaub wäre mal vier Wochen Neuseeland, aber im Moment würde ich mich auch mit einem langen Wochenende in Venedig zufrieden geben. Dieses Jahr sieht es Urlaubstechnisch eher schlecht aus, da ich vorhabe auf diversen Cons zu fahren, u.a. auch auf die WorldCon in London, und das reißt ein großes Loch in die Kasse.

Ansonsten? Urlaub lieber immer selbst organisiert. Gruppenreisen sind nicht wirklich mein Ding.

Sport?

Noch so eine komische neumodische Erfindung, oder?

Naja, ich habe gerade mit Pilates angefangen, was bis jetzt trotz Muskelkater unheimlich Spaß macht. Und sobald das Wetter wieder etwas wärmer wird, will ich endlich auch wieder mehr Rad fahren.

So grundsätzlich. Sport am liebsten draußen an der frischen Luft und ohne Moden/Fleischbeschau.

Liebe?

Noch auf der Suche, aber ich glaube fest daran.

Drogen?

Vom Arzt verschrieben.

Ansonsten, Bücher und Tee ;-).

Bücher?

Wenn ich jetzt ‘Nein’ sage, glaubt mir das jemand?

Die Sammlung wächst und wächst.

Rotwein?

Ja bitte, auch wenn ich eigentlich wegen meiner Histaminintoleranz nicht sollte. Aber so hin und wieder gönne ich mir mal ein Glas.

Weihnachten?

Hm. Ich mag das festliche daran, Besinnung, Freunde treffen, Familie und so. Aber diesen ganzen Verkaufshype und den damit verbundene Stress hingegen finde ich furchtbar. Ich schenke gerne, aber Sachen, die mit Bedacht ausgesucht wurden oder sogar selbst hergestellt wurden. Auch wenn das letzte Weihnachten nicht ganz so geklappt hatte, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Fehler?

Habe ich und mache ich. Manchmal habe ich Probleme, sie einzugestehen.

2013?

Hätte besser sein können, hätte schlechter sein können. Fing schlecht an, ging dann aufwärts und hatte zwischendrin so seine Hochs und Tiefs. Neue Freunde gefunden, alte Freunde verloren. Ein paar Niederlagen, das eine oder andere Erfolgserlebnis. Schöne Zeiten und schlechte Zeiten.

Ich reiche das “Stöckchen” jetzt mal an Michaela von Wortstarke Kritiken und  Soleil von Verlorene Werke weiter. Und an jeden, der sonst noch Lust hat, die Fragen zu beantworten.

Media Monday #134

Ist zwar schon Dienstag, aber immerhin habe ich mit den Antworten schon gestern angefangen, das zählt doch, oder? Beim Media Monday vom Medienjournal dreht sich diese Woche u.a. um die Oscars, Comics und starke Frauen. Meine Antworten sind in kursiv und fett kursiv.

1. Was haltet ihr von den zahllosen Oscar-Artikeln und Prognosen, die derzeit wieder allerorten aus dem Boden schießen? Nett, unnötig, egal, spannend?

Der Hype lässt mich ziemlich kalt. Ich steh der Sachen auch recht zynisch gegenüber. Es hat ein bisschen was von Hollywood-Nabelbeschau und Popularitätswettbewerb an sich, mit studiointerner Politik. Und mich interessiert es auch nicht unbedingt, wer jetzt welches Kleid von welchem Designer anhat und wer das Make-up gemacht hat.

Vielleicht sähe es anders aus, wenn ich für einen Oscar nominiert wäre, aber dass das jemals eintritt, ist eher unwahrscheinlich. Und fall es jemals eintritt, dürften sich Harald Glööckler und Guido Maria Kretschmer öffentlich darum prügeln, wer mir meine Robe zur Verfügung darf :-D.

2. Aber die Oscars sind ja auch immer noch mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ich denke, wir haben alle so einige Filme konsumiert. Welcher Film, den ihr im letzten Jahr geschaut (!) habt, meint ihr, hätte das Zeug zum Kultfilm?

Der Hobbit. Ich denke, der war schon inoffizieller Kult bevor er überhaupt im Kino anlief.

3. Und dann bitte noch eine Empfehlung: Der ideale Anti-Schlechte-Laune-Film ist Keine Ahnung, weil ich keinen wirklichen Anti-Schlechte-Laune-Film habe. Wenn ich schlechte Laune habe, bleibt der Fernseher eher aus.

4. Das Thema Comics hatten wir auch schon länger nicht mehr: Habt ihr euch vorgenommen, in der Richtung im noch jungen Jahr etwas zu lesen? Natürlich wenn ja was, wenn nein, warum nicht?

Valerian & Veronique. Habe ich von Jahrzehnten schon mal gelesen und wollte sie jetzt noch mal in Ruhe lesen. Danach vielleicht mal wieder den Sandman. Wobei ich auch ein paar neuere Sachen auf meiner Wunschliste stehen habe.

5. Eine Frage zum Thema Umzug fällt mir doch schon ein, weil das heute bei uns aktuell war: Was ist die eurer Meinung nach sinnvollste Art, die eigene Film- und Büchersammlung zu sortieren?

Ich bin offen gestanden noch auf der Suche nach einem sinnvollen System. Bis jetzt habe ich grob nach Genre und dann nach Autor sortiert. Funktioniert spätestens dann nicht mehr, wenn ein Autor mehrere Genres schreibt. Also stehen die Fantasy-Bücher von Lois McMaster Bujold halt in der SF-Ecke, das SF-Buch von Doris Lessing im ‘English Lit’-Regal und die historischen Romane von Barbara Hambly unter Fantasy.

Sachen wie Urban Fantasy sind dann immer ein Problem. Zu den Vampirbücher oder doch lieber Fantasy? Und was mache ich mit den Liebesromanen? Und wohin mit den Anthologien?

Zwischendurch produzieren dann auch die unterschiedlichen Buchformate etwas Chaos, da z.B. die gebundenen Ausgabe oder das Trade Paperback nicht in das Regal passt, wo die ganzen Taschenbücher von Autor XY passt.

Falls jemand eine gute Lösung gefunden hat, lasst es mich wissen.

6. Und dann noch was zum Thema Emanzipation: Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen, wie schlecht Frauen grundsätzlich in den meisten Filmen wegkommen und das sie kaum sinnvolle Rollen haben, bedeutend weniger Dialoge und wenn doch, dann meistens über die Hauptfigur, die natürlich meistens männlich ist. Nennt doch mal als Gegenbeispiel eine richtig starke, charakterlich ausgearbeitete, überzeugende und eigenständige Frauenfigur in Film oder Fernsehen.

Ripley, Xena & Gabrielle, Bella Block, Elisabeth (gleichnamiger Film mit Cate Blanchet), Miss Marple aus so ziemlich allen Agatha Christie-Verfilmungen, Celie (aus The Color Purple mit Whoopi Goldberg), Maggie Thatcher (Die Eiserne Lady mit Meryl Streep), Clarice Starling, Buffy. Schade eigentlich, dass einige davon auf realen Personen basieren und andere auf Roman-Verfilmungen.

Gerade aus den USA kommen viele Serien mit starken Frauenfiguren, aber dann oft mit einer sehr männerlastigem Crew drumherum, z.B. Emily Thorne in Revenge, Lilly Rush in Cold Case, Brenda Leigh Johnson in The Closer, Kate Beckett in Castle, ich würde sogar Scully aus Akte X mit dazunehmen, solange man die Filme und besonders den letzten ignoriert. Joan Watson aus Elementary, Emily Rose in Haven, Olivia Dunham in Fringe.

Gwen Cooper aus Torchwood und vielleicht auch Donna (Dr. Who), von allein weiblichen Companions war sie meiner Meinung nach am Besten ausgearbeitet. Und da ich greade in Grossbritannien bin. Prime Suspect mit Helen Mirren als Jane Tennison. Herausragend!

7. Meine zuletzt gesehener Film war irgendeine deutscher Krimi um einen Pathologen und der war nette Hintergrundsunterhaltung, weil ich gerade dabei war, die Ablage zu machen und unkomplizierte Berieselung wollte, die mich nicht zu sehr ablenkt.

Autorentipps: Neues Self-Publisher-Forum, Kriminallexikon und Tooltipp

Ich denke, ich werde mit den Autorentipps eine neue Kategorie einrichten, da ich immer wieder interessante Sachen finde, die sicherlich auch für andere Autoren interessant sind und so gehen sie nicht in den eher allgemeinen Linksammlungen unter.

Fangen wir gleich mit dem ersten Tipp an. Gerade erst ein paar Tage alt und doch schon sehr aktiv ist das neue Self-Publisher-Forum, das sich speziel an Autoren wendet, die an Self Publishing interessiert sind und Hilfe und Austausch mit anderen Self Publishern suchen, biete aber auch Kategorien, die interessant für Autoren an sich sind.

Hier hat Matthias Matting von der Selfpublisherbibel Thomas Knip, den Administrator des Forums zum neuen Forum interviewt und wo Thomas ein bisschen was zur Entstehung des Forums und zur Idee und Motivation dahinter erzählt.

Besonders interessant gerade für Krimi-Autor/innen dürfte das Kriminologische Lexikon sein.

Gefunden via Mela Eckenfels’ Autorenblog:

Autorin und Illustratorin Sevnja Liv hat sich sehr viel Arbeit und Mühe gemacht und Exceldatenbank zur Verfolgung der Schreibfortschritte für 2014 in vier verschiedenen Layouts (Pirat, Jäger, Steampunk, Waldfee) erstellt. Ideal für Leute, die ihre Schreibfortschritte verfolgen wollen. Neben den Tabellen gibt es auch noch die Graphiken dazu, so dass man gut sieht, wo man steht. Zwar nur auf Englisch und es werden nur Worte und Stunden gezählt und nicht Zeichen, aber das kann man relativ leicht anpassen.

Sie hat dann auch noch ein Version für Supernaturalfans gemacht, wo man die Wahl zwischen Dean, Sam, Castiel und den Jungs zusammen hat.

Rückblick 2013 und Ausblick auf 2014

Der Jahreswechsel wird traditionell ja oft genutzt, um das alte Jahr im Rückblick zu betrachten und das Neue ins Auge zu fassen. Und warum mit alten Traditionen brechen?

2013 war für mich erstmal ein Jahr, das nicht gut anfing, besonders gesundheitlich. Der lange, graue Winter machte mir stark zu schaffen und im Februar wurden dann auch die Schmerzen in der rechten Hüfte immer schlimmer, sodass ich kaum noch laufen konnte. Die Diagnose (ISG-Syndrom, Hüftdysplasie und Arthrose, mit der langfristigen Aussicht auf mindestens ein künstliches Hüftgelenk) war dann ein ziemlicher Schock, der aber auch einiges Gutes mit sich brachte.

So bin ich das Thema Diät ernsthafter angegangen und merke nach 10 Monaten Diät eine deutliche, gesundheitliche Verbesserung, die auch Veränderungen in anderen Bereichen mit sich brachte.

Viel Zeit ging für Arztbesuche und auch die Physiotherapie drauf. Das mit Arbeit unter einem Hut zu bringen war nicht immer leicht, aber der nachlassende Schmerz macht es wett. Und die Begeisterung, als ich schmerzfrei mal wieder die Treppen in den dritten Stock rauflaufen konnte und das sogar mehrmals am Tag. Da wird einem erstmal bewusst, wie sehr einen so etwas einschränkt. Das merkte ich auch, als ich versuchte einen schweren Koffer durch die Londoner U-Bahn zu wuchten. Nein, auch wenn es Aufzüge gibt, ist die U-Bahn nicht behindertengerecht.

Mit der Diagnose kam auch ein Umdenken hinzu. Zum einen zwangsweise eine Entschleunigung, weil ich gerade am Anfang des Jahres einfach nicht schnell gehen konnte und somit langsam machen musste und selbst jetzt kommen die Schmerzen zurück, wenn ich es übertreibe. Auch das Thema Gelenkentlastung trat auf den Plan, sodass ich teilweise für viele Sachen auf den Rucksack umgestiegen bin. Statt vollgepackter und modischer Handtasche gab es einen Rucksack. Und stat Einkaufskorb und Tragetaschen einen großen Wanderrucksack. Der Effekt war deutlich zu spüren.

Arbeitstechnisch und auch schreibtechnisch war das Jahr durchwachsen, mit ein paar guten Phasen und andere, wo es sich schleppte, teilweise auch aus den gesundheitlichen Gründen, aber generell bewegte sich auch hier alles aufwärts und ins Positive.

Einige Punkte kristallisierten sich heraus. So kämpfe ich immer noch damit, Sachen zu beenden. Da sollte ich mir immer wieder Heinleins Regeln über das Schreiben in Gedächtnis rufen. Regel Nr. 2: Beende, was Du anfängst.

November und NaNoWriMo war da auch ein sehr einschneidender Monat. Die eigentliche Herausforderung habe ich nicht geschafft, da mir u. a. ein großer und sprachlicher komplexer Übersetzungsauftrag dazwischenfunkte und viel kreative Kraft raubte. Da waren am Ende des Tages einfach keine Worte mehr für den Roman übrig.

NaNoWriMo zeigte mir auch, dass Schreibdisziplin etwas ist, an dem ich noch mehr arbeiten muss und das tägliche Ziele sehr hilfreich sind und ich mehr am Thema Disziplin arbeiten muss. Sehr gut war auch der Kontakt zu anderen Autoren und die gegenseitige Motivation und Hilfe. Wir haben zusammen ziemlich viel gelacht.

Die Aussichten für 2014, denn es geht ja voran und nicht zurück.

Ganz oben steht natürlich das Thema Gesundheit, und da so weitermachen wie bisher, im Rahmen der gegebene Möglichkeiten natürlich. Einen Marathon werde ich nicht mehr laufen. Gewicht noch weiter runter und mehr Bewegung und Sport. Sobald das Wetter es zulässt wieder regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sein. Und mit dem Bogenschießen anfangen.

Grundsätzlich will ich kreativ mehr tätig sein. Schreiben steht da natürlich ganz oben auf der Liste, aber auch andere Sachen. So will ich endlich meine Strickmuster aufschreiben und hochladen. Vielleicht hier oder auf einem Kreativblog und definitiv auf Ravelry.

Wieder mehr mit der Kamera unterwegs sein. Augenblick einfangen. Aber auch ohne Kamera um diese Augenblicke mit den Sinnen einzufangen und in Worte zu packen.

Einige interessante Projekte sind in Planung. Manche auch mit anderen Autoren. Das könnte spannend werden. Der NaNoWriMo-Roman soll fertig werden, dazu dann auch zwei Kurzgeschichtensammlungen und ich will endlich verstärkt die Recherche für den historischen Urban Fantasy-Roman angehen, egal wie trocken die Fachliteratur ist. Das Thema einer Urban Fantasy Serie, die im Süden von Deutschland spielt, würde mich auch reizen, aber da muss erstmal noch mehr Planung rein.

Mehr Bloggen. Diesen Blog ausbauen, bzw. auch umziehen, da er mein deutscher Autorenblog ist/sein wird, aber es wird natürlich nicht nur ums Schreiben gehen.

Die existierenden Kontakte zu anderen Autoren und Bloggern ausbauen. Neue Kontakte knüpfen. Aber auch mehr vom Computer weggehen und Menschen treffen. Kommunikativer sein.

Langfristig schauen, ob ein Hund als Haustier eine Option ist, also Kontakt zum Tierheim um dort als Gassigeher aktiv werden. Hunde kennenlernen. Die Kostenseite durchkalkulieren.

Das Jahr genießen.

In diesem Sinne:

Guten Rutsch und uns allen ein tolles und erfolgreiches 2014!

Media Monday #131 – Silvester-Special

Gefunden via Gloria und ein guter Weg um das Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Media Monday #131

1. Der beste Film in 2013 war für mich Riddick. Ich war leider bei weitem nicht so viel im Kino dieses Jahr, so dass die Auswahl etwas begrenzt ist und von denen fand ich Riddick noch am Besten, aber ich bin Riddick-Fan.

2. Mein liebstes Buch in 2013 war für mich Richard J. Evans – The Coming of the Third Reich. Kein einfaches Buch, besonders nicht im englischen Original, aber gut geschrieben, recht spannend, wenn man bedenkt, was für ein trockenes Thema das ist, sehr ausführlich und es vermittelt einen extrem unfassenden Einblick in die Entstehung des 3. Reiches, angefangen bei der Gründung des Kaisereiches. Auf der Unterhaltungsseite und etwas leichtere Kost war mein liebstes Buch Discount Armageddon von Seanan McGuire. Lustig und spannend. Kaum durch, brauchte ich den zweiten Band. Dank Internet und eBooks war das selbst auf der Ostsee kein Problem und ich konnte gleich weiterlesen.

3. Größte Serienneuentdeckung in 2013 war zweifelsohne Hannibal. Wow, einfach nur wow.

4. Die größte Enttäuschung hingegen war für mich ganz klar Star Trek Into Darkness, dicht gefolgt von Agents of SHIELD. Ich fang besser nicht an, sonst wird das wieder ein Endlosrant, aber was kann man auch erwarten, wenn der Regisseur offen zugibt Star Trek nicht zu verstehen. Es wird halt 08/15-Popcorn-Action Kino draus und nicht Star Trek. Teil 1 hatte noch Potential, Teil 2 war ein Schlag ins Gesicht der Fans. Und was Agents of SHIELD betrifft, noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Whedon braucht manchmal etwas mehr Zeit und ich muss mir noch die letzten Folgen anschauen. Angeblich sollen die besser werden.

5. Im nächsten Jahr freue ich mich ganz besonders auf LonCon. Ups, was mich daran erinnert, dass ich noch meine Karte kaufen muss. Und schauen wer noch so fährt, damit man vielleicht ein Treffen organisieren kann. Was Filme betrifft, dann ist da der Captain America 2 und X-Men – Zukunft ist Vergangenheit.

6. Spannend wird 2014 vor allem, weil ich einige interessante Projekte in der Mache oder Planung habe und im Moment auch die Energie um sie umzusetzen.

7. Und ganz im Vertrauen, meine Vorsätze fürs kommende Jahr sind mannigfaltig und geheim. Naja nicht ganz. Ein Plan ist, so weiterzumachen wie in den letzten Monaten: Gewicht runter, Stimmung und Energie rauf. Mehr Bewegung. Kontakte weiter ausbauen. Mehr bloggen. Mehr schreiben. Mein aktuelles Romanprojekt in der ersten Hälfte 2014 fertigstellen. Endlich den historischen UF Roman in Angriff nehmen.

Story: Die Geschichte des Heiligen Nikolaus

Als sie ihn heilig sprachen und ihm einen ganz speziellen Festtag zuwiesen, hatte Nikolaus, ehemals Bischof von Myra,  damit nicht wirklich ein Problem. Es war nett und ihm gefiel die Idee, dass die Menschen an seine Lehren dachten und sich jährlich dran erinnert würden. Menschen hatten leider immer diese Tendenz Dinge zu vergessen, wenn man sie nicht regelmäßig daran erinnerte.

Und ein Teil von ihm fühlte sich einfach geschmeichelt. Ein spezieller Feiertag nur für ihn!

Als sie ihn zum Schutzheiligen der Kinder machten, freute er sich sehr. Er hatte schon immer eine Schwäche für Kinder gehabt und einmal im Jahr Nüsse, Dörrobst und andere Kleinigkeiten zu verteilen. Das war wahrlich nicht schwer und bereitete ihm auch große Befriedigung, besonders wenn er in strahlende Kinderaugen schaute und die Freude darin sah.

Anfangs platzierte er seine kleinen Gaben auf die Türschwelle, wo sie schnell und einfach zu finden waren, bis eines Tages dann ein besonders gescheites Kind auf die Idee kam, seine kleinen Schuhe neben die Tür zu stellen. Oder vielleicht hatte es sie auch nur draußen vergessen. Wie auch immer, die Nüsse und das Obst in die Schuhe zu stecken, fand er eine nette Idee. Irgendwann veränderten sich auch die Gaben, die er verteilte. Statt Dörrobst gab es frische Orangen und Mandarinen und später kamen dann noch Sachen wie Schokolade, Lebkuchen und Zuckerstangen hinzu. Eines Tages sogar kleinere Geschenke: Ein paar Stifte oder ein Radiergummi, Schuhe für die Puppe oder ein Holzpferd. Alles Dinge, die klein genug waren, um in einen Stiefel passten.

Im Großen und Ganzen alles wirklich kein Problem.

Dank eines speziellen Zeitfaltsystems, das die Erzengel schon vor Jahrtausenden erfunden hatten, war es für ihn kein Problem, innerhalb einer Nacht alle Kinder zu besuchen. Anfangs war er nur in bestimmten Bereichen von Asien und Europa unterwegs, nach und nach wurden die Bereiche immer größer und mehr, aber selbst das war kein wirkliches Problem. Gottes Logistik war einfach ausgezeichnet und auch das Hilfspersonal, z.B. der Knecht Ruprecht, waren exzellent. Eigentlich der ideale Zeitvertreib für einen toten, äh … pensionierten, heiligen Bischof, der sich sonst nicht sonderlich viel zu tun hatte. Auch wenn sie ihn zwischendrin unter anderem zum Schutzheiligen der Seefahrer gemacht hatten. Seefahrer waren einfach zu gut darin auf sich selbst und ihre Kumpel zu achten, die benötigten seine Hilfe in den seltensten Fällen.

Dinge haben leider die Angewohnheit sich zu entwickeln und zu ändern und irgendwann kamen sie dann an und bestanden darauf, dass er mit einem Schlitten vorfuhr. Keine Forderung, die ihn sonderlich störte. Er mochte Tiere und die Rentiere waren allesamt umgänglich. Obwohl er trotzdem lieber Pferde gehabt hätte, aber da es aus unerklärlichen Gründen unbedingt Rentiere sein mussten, gab er nach. Das verspielte Verhalten seiner Rentiere und ganz besonders deren Vorliebe für Schokolade brachten ihn immer wieder zum lachen und sie wuchsen ihm schnell ans Herz.

Die Kinder waren auch ganz begeistert von den Rentieren – die wenigen Kinder, die es schafften, ihn hin und wieder zu sehen, wenn er seine Gaben verteilte.

Irgendwann hatte er damit angefangen, sich in die Häuser und Wohnungen zu schleichen und so seine Gaben zu hinterlassen, statt im vollen Ornat mit Knecht Ruprecht an seiner Seite vorzufahren und die Kinder vor sich zu versammeln. Auch ein alter Mann braucht hin und wieder etwas Abwechselung und die eine oder andere Herausforderung. Und die Heimlichtuerei gaben der ganzen Sachen noch etwas Mythisches. Und wie so vieles entwickelte sich auch das zu einer Tradition.

Die Kinder mochten das Versteckspiel und in einigen Gegenden der Welt begannen sie damit, nicht mehr ihre Stiefel vor die Tür zu stellen, sondern hingen ihre Socken an den Kaminsims und erwarteten, dass er statt Stiefel Socken füllte. Immerhin waren die Socken frisch gewaschen, und wenn er nach den Dekorationen ging, dann hatte manche Socken speziell nur für ihn und seine Gaben entworfen. Das handwerkliche Geschick und die Kreativität beeindruckte ihn immer wieder.

Ein Problem hatte er damit, dass sie außerdem von ihm erwarteten, dass er durch den Kamin krabbelte um seine Gaben zu verteilen. Nikolaus fragte sich manchmal, ob er nicht vielleicht doch etwas zu gutmütig war, indem er all das mitmachte. Man stelle sich das nur vor, da musste er in vollem Ornat und mit einem dicken Sack durch einen verrußten, engen Kamin rutschen. Die Flecken waren nur schwer aus seinen weißen Roben rauszubekommen und der Ruß setze sich regelmäßig in seinem Bart fest. Nur gut, dass er den Rest des Jahres über kaum etwas zu tun hatte und so in Ruhe seinen lädierten Bart pflegen konnte, bis er wieder die volle Pracht erreicht hatte.

Irgendwann kamen sie dann mit dem roten Anzug und dieser komischen Zipfelmütze an. Er kam sich zwar reichlich lächerlich vor, aber was tut man nicht alles für die lieben Kleinen?  Aber so insgeheim musste er sich doch eingestehen, dass er so langsam den Punkt erreicht hatte, wo er über den Sinn seiner Tätigkeit nachdachte. Statt Schokolade und Orangen mussten es jetzt immer größere Geschenke sein und immer mehr und irgendwie begann er, die Lust zu verlieren und an dem Sinn seiner Aufgabe zu zweifeln. Statt nur einmal im Jahr loszuziehen, sollte er plötzlich das ganze Jahr über diese komischen Elfen betreuen, während die irgendwelche Geschenke zusammenbauten, die zwar fehlerfrei funktionierten und eine Ewigkeit hielten, aber trotzdem nicht mit Barbie, Matchbox, Microsoft, Apple, X-Box und wie sie alle hießen konkurrieren konnten.

Konnten tote Heilige an Burn-Out-Syndrom leiden?

Dann drehten sie völlig durch. Die Elfen konnte er ja noch akzeptieren, auch die Umbenennung in Claus statt Nikolaus war verträglich, aber Mrs. Claus? Seit wann war er den verheiratet? Seit wann durfte er überhaupt heiraten? Nicht dass er dem holden Geschlecht abgeneigt war, nur warum hatte ihm das niemand gesagt, als es ihm noch was nutzte? Jetzt konnte er damit nicht mehr viel anfangen, so nett Mrs. Claus auch war.

So entschied er sich an einem schönen Dezembertag, dass er genug hatte und eine Pause brauchte. Nach über 1500 Jahren hatte er die auch verdient. Er ließ also diesen grauenhaften roten Anzug im Schrank hängen, schnappte sich stattdessen seine Sonnenbrille und seinen Sack, suchte sich eine nette Ecke im Paradies und stellte sein Schild auf.

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